VPN-Vergleich

CyberGhost vs ExpressVPN 2026 – Sicherheit im Vergleich

CyberGhost und ExpressVPN gehören zu den bekanntesten VPN-Anbietern weltweit – und gehören seit 2021 zum selben Mutterkonzern (Kape Technologies). Trotzdem verfolgen sie unterschiedliche Philosophien. Dieser Vergleich zeigt dir 2026, wo die Unterschiede liegen und welches VPN besser zu dir passt.

Das Wichtigste vorab: Beide gehören zu Kape Technologies

CyberGhost, ExpressVPN, Private Internet Access (PIA) und ZenMate gehören alle zur Kape Technologies-Gruppe (ehemals Crossrider, umbenannt 2018). Kape war früher im Adware-Geschäft tätig – ein Punkt, den Datenschutz-Kritiker regelmäßig anmerken. Beide Dienste agieren laut eigener Aussage operativ unabhängig und wurden separat auditiert. Für dich bedeutet das: Wenn dir Anbietervielfalt als Sicherheitsmerkmal wichtig ist, wähle einen Anbieter außerhalb des Kape-Konzerns (z. B. NordVPN, Mullvad, ProtonVPN – Details in unserem VPN-Kosten-Artikel).

Kurzvergleich auf einen Blick

  • Server: CyberGhost 11.000+ (100+ Länder) vs. ExpressVPN ~3.000 (105 Länder). Mehr Server ≠ besser – ExpressVPN setzt auf hochoptimierte Infrastruktur
  • Preis (2-Jahres-Plan): CyberGhost ~2,19 €/Monat vs. ExpressVPN ~6,67 €/Monat (Jahresplan). Dreifacher Preisunterschied
  • Gleichzeitige Geräte: CyberGhost 7 vs. ExpressVPN 8
  • Protokolle: CyberGhost: WireGuard, OpenVPN, IKEv2. ExpressVPN: Lightway (eigenes Protokoll), OpenVPN
  • Audits: CyberGhost: Deloitte. ExpressVPN: KPMG + Cure53

Sicherheit und Datenschutz

Verschlüsselung und Protokolle

Beide: AES-256-Verschlüsselung (Industriestandard, gilt als unknackbar).

CyberGhost: WireGuard als modernes Protokoll – schlanke Codebasis (~4.000 Zeilen), schnelle Verbindung, niedrige Latenz. Die beste Wahl für die meisten Nutzer.

ExpressVPN: Lightway (proprietär, auf wolfSSL-Framework). Blitzschneller Verbindungsaufbau, nahtloser Wechsel zwischen WLAN und Mobilnetz ohne Abbruch. Besonders stark für Vielreisende und mobile Nutzung.

Keine Protokollierung

Beide behaupten, keine Verbindungsdaten zu speichern. Beide durch unabhängige Audits bestätigt (CyberGhost: Deloitte, ExpressVPN: KPMG + Cure53). ExpressVPN hat zusätzlich einen realen Praxistest bestanden: Bei einer Behördenanfrage (Türkei, 2017) konnten keine verwertbaren Daten herausgegeben werden – weil keine existierten. Ein Beweis, den kein Audit ersetzen kann.

Beide betreiben RAM-basierte Server (keine Festplatten) → bei Beschlagnahmung oder Neustart werden alle Daten gelöscht.

Kill Switch

Beide: Vorhanden. Bei beiden manuell aktivieren – oft standardmäßig deaktiviert! Unverzichtbar, damit deine echte IP bei VPN-Abbruch nicht sichtbar wird.

Geschwindigkeit

ExpressVPN: 80–90 % der Ursprungsgeschwindigkeit (auch auf Langstrecken EU→USA, EU→Asien). Konstant niedrige Latenz.

CyberGhost: 70–80 % der Ursprungsgeschwindigkeit. Auf kurzen Strecken (innerhalb Europas) vergleichbar mit ExpressVPN, auf langen Strecken spürbar langsamer.

Fazit Geschwindigkeit: Für 4K-Streaming und Videokonferenzen: Beide ausreichend. Für kompetitives Gaming oder große Downloads über internationale Server: ExpressVPN spürbar besser. Für alltägliches Surfen und HD-Streaming: CyberGhost reicht völlig.

Streaming: Wer entsperrt besser?

CyberGhost: Vorsortierte Streaming-Server (Netflix US, BBC iPlayer, Disney+, Amazon Prime). Du wählst den passenden Server aus einer Liste – einsteigerfreundlich. Funktioniert zuverlässig, gelegentlich werden einzelne Server von Netflix blockiert.

ExpressVPN: Keine vorsortierten Server, du wählst den Standort selbst. Dafür: höhere Entsperrrate, besonders bei Netflix (US, UK, JP), das aggressiv gegen VPNs vorgeht. Für regelmäßigen Zugriff auf mehrere internationale Kataloge die verlässlichere Wahl.

Torrents/P2P: CyberGhost: Dedizierte P2P-Server (automatisch zugewiesen). ExpressVPN: P2P auf allen Servern erlaubt (flexibler). Beide mit Kill Switch → sicher.

Bedienung

CyberGhost: Intuitive Oberfläche, vorsortierte Server-Kategorien (Streaming, Torrent, Gaming). Ideal für Einsteiger, die sich nicht mit Technik beschäftigen wollen.

ExpressVPN: Schlichteres Design, weniger Handhalten, dafür schnellere manuelle Serverwahl. Für erfahrene Nutzer angenehmer.

Kundenservice: Beide 24/7-Live-Chat. ExpressVPN leicht vorne bei Antwortqualität und technischer Kompetenz.

Für wen welcher Anbieter?

CyberGhost wählen, wenn du:

  • Ein günstiges VPN für alltägliches Surfen und gelegentliches Streaming suchst
  • Vorsortierte Server ohne Technikwissen nutzen willst
  • Preisbewusst bist (~2,19 €/Monat im 2-Jahres-Plan)
  • Ein solides, auditiertes VPN zum Einstiegspreis brauchst

ExpressVPN wählen, wenn du:

  • Maximale Geschwindigkeit und Stabilität brauchst (Gaming, 4K, Langstrecken)
  • Regelmäßig internationale Netflix-Kataloge entsperren willst
  • In restriktive Länder reist (China, VAE, Russland) → Lightway-Protokoll ist besonders schwer zu blockieren
  • Bereit bist, ~6,67 €/Monat für Premium-Qualität zu zahlen

Keinen von beiden wählen, wenn du:

  • Maximale Anonymität willst → Mullvad (5 €/Monat, keine E-Mail, anonyme Zahlung)
  • Anbieter außerhalb des Kape-Konzerns bevorzugst → NordVPN (auditiert, NordLynx-Protokoll, 6.000+ Server) oder ProtonVPN (Schweizer Recht, Open Source)
  • Unbegrenzte Geräte brauchst → Surfshark (~1,80 €/Monat, unbegrenzte Verbindungen)

Details zu allen Anbietern, Preisen und Sicherheitsfeatures in unserem umfassenden VPN-Kosten-Vergleich.

Wichtig bei beiden: IPv6-Leak prüfen (ipleak.net mit aktivem VPN). Beide schützen primär IPv4 – bei IPv6-fähigem Internetanschluss kann deine echte IP trotzdem sichtbar sein. Im Zweifelsfall: IPv6 im Betriebssystem deaktivieren (Details im VPN-Kosten-Artikel).

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Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Die Nutzung von VPN-Diensten ist in Deutschland legal, kann jedoch in anderen Ländern eingeschränkt sein. Die Umgehung von Geoblocking kann gegen die Nutzungsbedingungen einzelner Dienste verstoßen. Datenschutzgesetze und -praktiken können sich ändern.

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